Nymphalini (Fleckenfalter)


Nymphalis antiopa

Trauermantel

Lebensraum:
Bevorzugt in kühl-feuchten Lebensräumen, Laub- und Mischwäldern, vorzugsweise in der Nähe von Bächen; in Auwäldern, Schluchten und Gräben, auf Waldwegen, Feuchtwiesen, Nieder- und Hochmooren, staunassen Waldschlägen; im Herbst auch in Gärten und Streuobstwiesen. Wanderfalter
Flugzeit:
In einer Generation ab Juli und nach dem Überwintern von März bis Mai.
Nektarpflanzen:
Selten an Blüten; am ehesten im Frühjahr an Weidenkätzchen; im Spätsommer an Fallobst
Nahrungspflanzen:
Weiden, besonders Salweide (Salix caprea u.a.), Birken (Betula pendula und Betula pubescens), Zitterpappel (Populus tremula), Feld-Ulme (Ulmus minor)
Rote Liste:
Ö: gefährdet (Kat. 3) ST: stark gefährdet (Kat. 2)

HABELER:
In Gräben, Auwäldern, bei Weiden-Birkenbeständen, meist einzeln, 1 Generation: 14.7. bis 9.8. und überwintert vom 18.3. bis 24.5.


Juli 2022 / Stiwollgraben



Mai 2022 / Gössgraben



März 2022 / Dultgraben / 480m



Mai 2020 / Oberfahrenbach / 380m



Mai 2020 / Rein, Kogelleitengraben / 520m



April 2020 / Königgraben / 570m




April 2020 / Bassgraben / 580m



Mai 2019 / Erhardhöhe / 1000m



April 2019 / Harterberg /



April 2019 / Mühlbachgraben / 480m



Mai 2018 / Königgraben / 570m




April 2018 / Geierkogel / 840m




April 2018 / Mühlgraben/Novystein / 710m


Nymphalis polychloros

Großer Fuchs

Lebensraum:
In lichten Wäldern, an Waldrändern, auf verbuschten Trockenrasen, in Obstgärten und Streuobstwiesen. Wanderfalter
Flugzeit:
In einer Generation ab Ende Juni und nach dem Überwintern von März bis Mai.
Nektarpflanzen:
Selten an Blüten; am ehesten im Frühjahr an Weidenkätzchen und Kirschen
Nahrungspflanzen:
Weiden, besonders Salweide (Salix caprea), Ulmen (Ulmus sp.), Espe (Populus tremula), Weißdorn (Crataegus sp.), Traubenkirsche (Prunus padus) und Obstbäume (Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche)
Rote Liste:
Ö und ST: stark gefährdet (Kat. 2)

HABELER:
Im ganzen Gebiet verbreitet, derzeit aber immer sehr vereinzelt. Die Angabe in HK 1914 „verbreitet und gemein" trifft keineswegs mehr zu. Entsprechendes steht in FW 1955: „Die Art wird in den letzten Jahren in auffallender Weise seltener". Normalerweise 1 Generation: 24.6. bis August, überwintert vom 26.3. bis 24.4.
Kalkleiten; Gösting 26.3.; Pailgraben 7.7.; 17.7.; 12.4.; Annengraben 8.7.; 24.6.; Stiftingtal 15.7.; Ragnitztal 8.7.; Petersberge 29.3.; St. Peter-Peterstal 13.4.; 28.6.; Autal-Laßnitzhöhe 24.4.


Juni 2022 / Jodlgraben / 650m





März 2017 / Hauenstein / 530m






April 2018 / Bischofegger Wald / 450m



April 1988 / Stallhofen / 450m


Aglais urticae

Kleiner Fuchs

Lebensraum:
In verschiedensten Lebensräumen (Ubiquist), häufiger im Gebirge als im Flachland; bis 3000m Seehöhe. Wanderfalter
Flugzeit:
In zwei bis drei Generationen von März bis Oktober. Die Falter überwintern.
Nektarpflanzen:
Im Frühjahr an Weidenkätzchen, später bevorzugt an roten, violetten und gelben Blüten, z.B. Witwenblumen, Löwenzahn, Wasserdost, Thymian, Disteln
Nahrungspflanzen:
Brennnessel (Urtica)
Rote Liste: -

HABELER:
Im ganzen Gebiet verbreitet, einzeln, soll früher häufiger gewesen sein. 2 (manchmal 3 ?) Generationen vom 3.6. bis Oktober, überwintert ab 18.3. bis Mai.

Mai 2022 / Novystein / 890m

März 2022 / Jägerberg

März 2021 / Jägerberg

April 2020 / Schartnerkogel / 930m
Februar 2020 / Pfaffenkogel / 640m



Juli 2019 / Heulantsch / 1480m



März 2019 / Pfaffenkogel / 660m

August 2018 / Offner Berg / 1220m

Juli 2018 / Pleschkogel / 840m

Mai 2018 / Stallhofen / 450m



April 2018 / Novystein / 890m


Araschnia levana

Landkärtchen

Lebensraum:
In feuchten Hochstaudenfluren mit Brennnesseln, in lichten Wäldern, an Waldrändern und auf Schneisen;
selten in Lagen über 1000 Metern Seehöhe
Flugzeit:
In zwei Generationen von April bis August. Die Falter der Frühjahrs- und Sommergeneration unterscheiden sich im Aussehen erheblich (orange bzw. dunkelbraune Grundfarbe).
Nektarpflanzen:
bevorzugt weiße Blüten (Brombeere), aber auch violette Blüten.
Nahrungspflanze:
Große Brennnessel (Urtica dioica)
Rote Liste:
Ö: gefährdet, Erforschungsstand ungenügend (Kat. 3?)
ST: gefährdet (Kat. 3)

HABELER:
Hauptsächlich bei Brennesselbeständen verbreitet, stellenweise häufig (in Gräben, an ungepflegten Wegrändern). 2 Generationen: Gen. vern. levana L. von 8.4. bis 24.6., Gen. aest. prorsa L. von 27.6. bis 6.9.

Juli 2023 / Thalersee

Juni 2022 / Kaiserwald / 370m

März 2022 / Ragnitz

April 2022 / Katzengraben

Mai 2021 / Dillach

April 2021 / Leechwald

April 2021 / Pailgraben

April 2021 / Rein / 500m

März 2021 / Lineckberg

April 2018 / Teigitschleiten / 500m

Sommerform, Juli 2017 / Mühlbachgraben

Sommerform, Juni 2017 / Kaiserwald / 370m

Sommerform, Juni 2017 / Kaiserwald / 370m

Raupen, Juni 2017 / Kaiserwald / 370m


Aglais io

Tagpfauenauge

Lebensraum:
Fast überall anzutreffen, im Gebirge bis 2500m. Häufig in Gärten, Parks und im Siedlungsgebiet.
Flugzeit:
Juni bis Oktober in zwei Generationen. Die zweite Generation überwintert und erscheint bereits an den ersten warmen Frühlingstagen.
Nektarpflanzen:
meist violette Blüten, insbesondere Disteln, Sommerflieder, Dahlien, Astern, Oleander, Thymian, Wasserdost, Rotklee; im Frühjahr meist auf Weiden.
Nahrungspflanzen:
Große Brennnessel (Urtica dioica)
Rote Liste:
Ö: ungefährdet (Kat. +)
ST: Teilweise gefährdet (Kat. 3)

HABELER:
Im ganzen Gebiet verbreitet, meist einzeln. Vom 8.4. bis 9.10., überwintert. Frisch aussehende Tiere wurden im Juli, August und September gefunden, es ist also eine 2. Generation anzunehmen.
Die überwinterten Falter verteidigen ihren Standort im Umkreis von rund 2 m, besonders gegen Artgenossen und die ebenfalls ihren Standort verteidigenden N. antiopa und P. c-album, fast gar nicht gegen wandernde G. rhmani.


März 2022 / Jägerberg / 640m


März 2022 / Dultgraben / 500m

Juli 2021 / Kalkleiten


April 2021 / Königgraben / 720m


März 2021 / Jägerberg / 640m

September 2020 / Rein / 590m


März 2019 / Sattelberg / 960m


März 2019 / Novystein / 890m


März 2019 / Jägerberg / 640m

Oktober 2018 / Kalkleiten, Langer Weg / 980m

September 2018 / Piberegg / 590m

August 2018 / Brandlucken / 1130m

August 2018 / Almgraben / 650m

Juni 2018 / Gschaidberg / 980m

Juli 2017 / Burgstallerhöhe / 1140m

Juli 2017 / Garracher Wald / 1120m

März 2017 / Teigitschgraben / 490m

März 2017 / Voitsberg / 450m


Vanessa cardui

Distelfalter

Lebensraum:
Als Wanderfalter in bestimmten Jahren fast überall anzutreffen; bevorzugt offenes Gelände, Trockenrasen, Wiesen- und Ackerränder, wo Disteln wachsen.
Flugzeit:
Wandert ab April aus Südeuropa und Nordafrika ein. Hier bilden sich dann ein bis zwei Generationen aus, die von Juni bis August und von September bis Oktober fliegen.
Nahrungspflanzen:
Vor allem auf Disteln (Carduus sp.), z.B. Gewöhnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare), Kohl-Kratzdistel (Cirsium oleraceum) und andere Kratzdisteln; gelegentlich auch auf Großer Brennnessel (Urtica dioica) und anderen Pflanzen, z.B. Schafgarbe (Achillea millefolium), Gewöhnlichem Beifuß (Artemisia vulgaris), Flockenblume (Centaurea-spp.) und Malven (Malva-spp.).
Rote Liste:
Ö: ungefährdet (Kat. +)
ST: Nicht bodenständiger Weitwanderer mit starkem Rückgang (Kat. 7)

HABELER:
Im ganzen Gebiet verbreitet, Wanderfalter, an keinen besonderen Lebensraum gebunden. Häufigkeit jahrweise stark schwankend, in trockenwarmen Jahren (1947!) massenhaftes Auftreten bis in den Oktober. Überwintert. Es gilt ähnliches wie für V. atalanta: Die ersten Frühjahrstiere ab 13.4. haben zweifellos überwintert, da sie in einem oft so zerfransten Zustand gefunden werden, daß eine längere Flugwanderung unmöglich erscheint. Später kommt Zuzug vom Süden, die ersten frisch geschlüpften Falter M 7. Daß durch laufenden Zuflug Angehörige mehrerer im Süden zur Entwicklung gelangter Generationen bei uns fliegen, scheint sicher, jedoch fehlt bisher der Nachweis, daß die bei uns ab M 7. schlüpfenden Falter eine 2. bodenständige Generation ergeben.

Juni 2022 / Glashütten / 1200m

Mai 2022 / Mugel / 1600m


Mai 2022 / Gleinalm / 1130m

Mai 2021 / Dillach

Juni 2019 / Hubenhalt / 1200m

Juni 2019 / Voitsberg / 450m


August 2018 / Almsattel / 1170m


Juni 2018 / Gschaidberg / 1230m

April 2018 / Bischofegger Wald / 430m

April 2018 / Voitsberg / 450m


Vanessa atalanta

Admiral

Lebensraum:
Besonders in Wäldern, auf landwirtschaftlich genutztem Gelände, aber auch in Gärten und im Siedlungsgebiet noch immer recht häufig
Flugzeit:
Juni bis Oktober in zwei Generationen. Die zweite Generation überwintert in milden Wintern auch bei uns.
Nahrungspflanzen:
Große Brennnessel (Urtica dioica)
Rote Liste:
Ö: ungefährdet (Kat. +)
ST: Nicht bodenständiger Weitwanderer mit starkem Rückgang (Kat. 7)

HABELER:
Im ganzen Gebiet verbreitet, scheint als Wanderfalter an kein spezifisches Biotop gebunden zu sein, ausgenommen geschlossene Waldbestände. Im Herbst oft in Blumen- und Obstgärten beobachtet. Einzeln ab 21.4., die ersten frischen Tiere ab 7. 7., etwas häufiger von M 8. bis M 10. Vermutlich besteht das Frühjahrsvorkommen aus teils überwinterten, teils zugeflogenen Faltern, deren Nachkommen im Herbst die bei uns häufigere und tatsächlich einzige Generation geben. Nach HK 1914 wird in unserem Gebiet eine 2. Generation bezweifelt.
Gösting; Plabutsch; Pailgraben; Rannach; Lineck; Wenisbuch; Fölling, Ruckerlberg; Petersberge; Autal; Puntigam; Thalerhof.

Juli 2023 / Thalersee

Oktober 2022 / Novystein / 900m


März 2022 / Jägerberg / 640m


April 2021 / Gamskogel


31. Dezember 2021 / Harterberg / 1000m




September 2020 / Rein




Februar 2020 / Pfaffenkogel / 700m




Februar 2020 / Jägerberg / 640m




Februar 2020 / Zetz / 1270m


März 2019 / Jägerberg / 640m


Mai 2018 / Plabutsch / 540m


April 2018 / Hauensteinweg / 500m

April 2018 / Voitsberg / 450m

November 2017 / Voitsberg / 450m

Oktober 2017 / Pleschkogel / 840m

August 2017 / Erhardhöhe / 970m

Juli 2017 / Kaiserwald / 370m

Juli 2017 / Garracher Wald / 1050m

Überwinterter Falter! April 2017 / Plankenwarth / 610m

September 2016 / Voitsberg / 450m


Polygonia c-album

C-Falter

Lebensraum:
Häufig in Wäldern und Gärten. Gerne auf Waldwegen und -rändern.
Flugzeit:
Juni bis Oktober in zwei Generationen. Die zweite Generation überwintert und erscheint wieder an den ersten warmen Frühlingstagen.
Nahrungspflanzen:
Brennnessel, Hopfen, Ulme, Salweide, Hasel, Johannisbeere
Rote Liste:
Ö: ungefährdet (Kat. +)
ST: Teilweise gefährdet (Kat. 3)

HABELER:
Im ganzen Gebiet verbreitet und meist einzeln. 2 Generationen, deren zeitliche Begrenzung nach den vorliegenden Meldungen noch nicht ganz klar ist. HK 1914 notiert: Mai—Juli und Juli—September überwinternd; FW 1955 schreibt: Juli—August und September überwinternd. Tatsächlich scheint es so zu sein, daß frische Falter frühestens ab 5.7. und bis 10.9., leicht abgeflogen bis 9.10. gefunden werden, überwinterte von 25.3. bis 8.6.

Juli 2023 / Thalersee


Oktober 2022 / Krautwasch


August 2022 / Tyrnauer Alm


Juli 2021 / Kreuzberg bei Kalkleiten / 830m


April 2021 / Ruinenberg Gösting / 650m


März 2021 / Jägerberg / 640m


Oktober 2020 / Hauenstein / 510m


August 2019 / Schöckel / 1430m


Juli 2019 / Heulantsch / 1420m


März 2019 / Sattelberg 1000m


März 2019 / Jägerberg / 640m


August 2018 / Almgraben / 900m


April 2018 / Mühlgraben / 690m


April 2018 / Plankenwarth / 610m


März 2018 / Hauenstein / 530m

Juni 2017 / Rein / 460m

Juni 2017 / Kaiserwald / 370m

Juni 2017 / Kaiserwald / 370m

April 2017 / Plankenwarth / 590m