Naturfoto Steiermark


Gösting - Ruinenberg (Flösserkogel) und Frauenkogel

BIOTOPE: Buchen-Mischwald, Kiefern-Trockenwald, Felsstandorte

SCHUTZ: Natura 2000 / Geschützter Landschaftsteil (1298: Aurikelbestand; 1300: Flaumeichenbestand)

+ Interessanter Buchen-Mischwald, Kiefern-Trockenwald (Frauenkogel) und Felsstandort am Jungfernsprung
+ Botanisch interessant: Schwarze Kuhschelle (Pulsatilla nigricans) und ÖSterreich-Schwarzwurz (u.a.) am Jungfernsprung
+ Parkplatz nahe Schloßplatz oder beim "Fuchsloch" an der Thalerseestraße


- Ruine und unmittelbare Umgebung gesperrt (Stand 2021)
- Ruinenweg etwas überlaufen (am Wochenende)

APRIL 2021

Frauenkogel - Ruinenberg


Admiral (Vanessa atalanta), Frauenkogel (510m)


Grünader-Weißling (Pieris napi), Frauenkogel (510m)


Sand-Schaumkresse (Arabidopsis arenosa), Ruinenberg


Lerchensporn (Corydalis cava), Ruinenberg


Tagpfauenauge (Inachis io), Ruinenberg (660m)


C-Falter (Polygonia c-album), Ruinenberg


Dreiblättrige Baldrian (Valeriana tripteris), Jungfernsprung


Rauhaariger Zwergginster (Chamaecytisus hirsutus), Jungfernsprung


Kugel-Fransenhauswurz (Jovibarba hirta), Jungfernsprung



Österreich-Schwarzwurz (Scorzonera austriaca), Jungfernsprung




Schwarze Kuhschelle (Pulsatilla nigricans), Jungfernsprung



Aurikel (Primula auricula), Jungfernsprung


"Gipfelkreuz am Jungfernsprung"


JUNI 2020

Frauenkogel


Weiße Waldhyazinthe (Platanthera bifolia), Fuchsloch




Rotes Waldvöglein (Cephalanthera rubra), Fuchsloch


Gemse am Frauenkogel (530m!)


C-Falter (Polygonia c-album), Frauenkogel


Rotes Waldvöglein (Cephalanthera rubra), Frauenkogel (540m)


Gewöhnlicher Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris), Frauenkogel (560m)


Felssporn oberhalb Labgraben


Admiral (Vanessa atalanta), nahe Frauenkogel


Feuriger Perlmuttfalter (Fabriciana adippe), nahe Frauenkogel


MÄRZ 2020

Frauenkogel - Labgraben - Ruinenberg




Am Frauenkogel (550m)


Sand-Schaumkresse (Arabidopsis arenosa), Frauenkogel


C-Falter (Polygonia c-album), Frauenkogel


Schwarze Kuhschelle (Pulsatilla nigricans), Jungfernsprung (540m)


Aurikel (Primula auricula), Jungfernsprung


Kugel-Fransenhauswurz (Jovibarba hirta), Jungfernsprung


Frühlings-Fingerkraut (Potentilla verna), Jungfernsprung


Einjähriges Silberblatt (Lunaria annua), Ruinenberg


Mandel-Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides), Labgraben



Kiefern-Trockenwald, Felssporn oberhalb Labgraben


Kiefernschwärmer Puppe (Sphinx pinastri), Höhenberg (550m)


Leberblümchen (Hepatica nobilis)


APRIL 2019

Ruinenberg - Strassengelberg





Schwarze Kuhschelle (Pulsatilla nigricans) am Jungfernsprung (540m)



Aurikel (Primula auricula) am Jungfernsprung (540m)


Walderbsen-Wicke (Vicia oroboides), Weg zum Strassengelberg

alpenkarte.eu


WIKIPEDIA:
Floristisch stellen die Felsen des Jungfernsprungs eine Besonderheit am Göstinger Ruinenberg dar. Auf diesem wärmebegünstigten Standort gedeihen mitten im Buchen-Mischwald der Umgebung Mehlbeeren, Schwarzkiefer und die besonders thermophile Flaumeiche. Letztere kommt auch am benachbarten Admonter Kogel am anderen Murufer vor, wo sie ein Natura-2000-Schutzgut bildet. Die Rasengesellschaften zwischen den Felspartien beherbergen zahlreiche Blumenarten wie die seltene Schwarze Kuhschelle, Aurikel, Donarsbart, Nelken und Schwarzwurzeln.
Aufgrund dieser pflanzlichen Vielfalt wird der Jungfernsprung vom Land Steiermark als potenzieller Kandidat für die Ausweisung eines Naturdenkmals oder Naturschutzgebietes geführt. Für den Aurikelbestand wurde bereits 1956 ein geschützter Landschaftsteil (GLT-1298) mit einer Gesamtfläche von etwa 1,5 ha verordnet. Zudem ist der Felsen wie der gesamte Ruinenberg Teil des Landschaftsschutzgebiets Westliches Berg- und Hügelland von Graz (LSG-39).

KOKOL, 1974:
Ein von Osten nach Westen verlaufender, mit einem Ausläufer nach Süden deutender Höhenrücken mit Höhen zwischen 580 und 669 m. Der östliche Teil des Flösserkogels (Ruine Gösting) weist steil abfallende Hänge im Süden und Norden auf. Nördlich der Jungfrauensprung mit seinem Felsabhang, nach Süden steil abfallende Hänge in Richtung der Thalerseestraße und des Labgrabens. Der Labgraben bildet einen Taleinschnitt fast bis zur halben Höhe des Flösserkogels. Der Wasserablauf der Annaquelle (auf dem Verbindungsweg zwischen Ruine Gösting und Labgraben) durchfließt den Labgraben und mündet in den Thalerbach ein.
Der Bergstock selbst besteht aus Kalkstein (Dolomit), der teilweise aus der Tiefe bis an die Oberfläche vordringt. An manchen Stellen ist der nackte Fels zu sehen (Süd- und Westhang). Der den Flösserkogel bewachsende Wald setzt sich aus Buchen, Fichten, Lärchen, Eichen, Weiden sowie Berberitzen und Hasel zusammen, vereinzelt kommen auch Wildkirschbäume im ganzen Gebiet verstreut vor. Am Südhang in Richtung des Labgrabens werden der Wald und das Buschwerk durch einzelne Wiesenflecke unterbrochen. Der Hochwald beginnt erst oberhalb des Annaquellweges, bewächst den ganzen Frauenkogel.

Schmetterlinge

HABELER:
Schwarzbrauner Trauerfalter (Neptis sappho) - Labgraben

Pflanzen

KOKOL, 1974:
Rotes Waldvöglein (Cephalanthera rubra)
an den südlichen und südwestlichen Hängen unterhalb der Ruine im Flaumeichenwald bis in den Labgraben

Braunrote Sumpfwurz (Epipactis atrorubens)
auf dem Weg zur Ruine Gösting (vom Ruinenweg kommend) rechts des Weges in den Gebuschen

Kleinblättrige Stengelwurz (Epipactis microphylla)
auf der rechten Seite des Weges zwischen der Ruine und dem Annabründl

Breitblättrige Stengelwurz (Epipactis helleborine)
Am Südwesthang unterhalb der Ruine Gösting an den Wegrändern von der Ruine zum Annabründl

Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopeal)
Auf dem mit Flaumeichen bewachsenen Südwesthang unterhalb der Ruine auf Wiesenflecken

Waldhyazinthe (Platanthera bifolia)
in den von Buchen bestandenen Waldungen oberhalb der Ruine Gösting in Richtung des Flösserkogels

Dingel (Limodorum abortivum)
Südhang unterhalb der Ruine unter Gebüschen (Eichen, Buchen)

Fliegentragende Ragwurz (Ophrys insectifera)
Trockenrasen unterhalb der Ruine

Kleines Netzblatt (Goodyera repens)
auf der linken Seite des Labgrabens (von Gösting kommend) im Moosboden des Nadelwaldes, NO-Hang